Nada Brahma – Klang und Entspannung

Seit über 20 Jahren prägt die bekannte Stimme von Joe Baumgartner nicht nur sein Herkunftsland Vorarlberg sondern mittlerweile den gesamten deutschsprachigen Raum. Als professioneller Sprecher ist er weitgereist, ständig in Berührung mit Klang und schätzt die emotionalen Begegnungen mit Menschen aller Art. Ich hatte die Gelegenheit über einen gemeinsam bekannten Fotografen Joe kennenzulernen. Das Thema Entspannung fesselt auch ihn schon seit geraumer Zeit und verbindet uns seither vor allem aber nicht nur auf der klanglichen Ebene. In seinem Artikel «Nada Brahma», der unter nachstehendem Link als klangvertonte Hörfassung vorhanden ist, spricht Joe Baumgartner über die Wirkung von Klang und Sprache und was jeder mit seiner eigenen Stimme machen kann um sich zu entspannen.

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Nada Brahma, die Welt ist Klang… (=> Hier gehts zur vertonten Hörfassung)

…und nicht nur diese, sondern konsequenterweise die ganzen Universen bis hin zum kleinsten Atom. Alles ist Klang, alles ist Eins, Alles Ist. Eine Erkenntnis die ein wenig älter ist als Joachim Ernst Berendt´s gleichnamiges Buch, oder der ebenso betitelte Song von Thomas D. „Nada Brahma, die Welt ist Klang“.

नादब्रह्मन् bedeutet Ursprung des Klanges. Nada Brahma kommt von Nada, Klang und Brahma, der Schöpfer oder das Absolute. Nicht verwunderlich also, dass beim menschlichen Embryo, von allen Sinnesorganen als erstes das Gehör sich ausbildet, und bereits ab der 28. Woche voll funktionsfähig ist.
Genaugenommen reicht der Ursprung des Wissens um die Einheit und der Schwingungen viele tausend Jahre zurück, denn dies bewahrten schon in Indien, aber auch in Europa seit jeher die Mystiker und großen Meister, oder Gelehrte wie Sokrates. Nachzulesen unter anderem in den Upanishaden, der Bhagavad Gita, Meister Eckhart oder bei Buddha. Bestes Beispiel sind die Mantren. Man weiß das die klingenden Silben aus dem Sanskrit unter anderem die Selbstheilung enorm fördern, das Herz aufmachen, und so mach aufgebaute emotionale Mauer nieder reißen. Man könnte auch sagen, alles ist Frequenz, alles schwingt und vibriert, alles ist Energie im ständigen Austausch, in ständiger Bewegung.

Joe Baumgartner ist selbständiger Sprecher und Moderator und arbeitet unter anderem als Station Voice für Puls 4 und den ORF. Zudem ist er Dozent an der Akademie Deutsche Pop für Radiomoderation und Synchronsprechen. Neben unzähligen Musik-, Moderations- und Klangprojekten, die Joe meist auch selbst ins Leben gerufen hat, beschäftigt er sich seit geraumer Zeit mit der Wirkung der Stimme auf das innere Gleichgewicht und die individuelle Entspannung.

Berendt hat auch schön zusammengefasst, das nicht nur Wale ihre eigenen Gesänge haben, sondern auch alle Planeten, messbar, und das in mannigfaltigen Spektren. Oder der Umstand dass die Entwicklung des Bewusstseins in Oktaven eingeteilt, festgehalten und wieder gegeben werden kann. Sogar in der christlichen Tradition heißt es, „von allen Künsten sind Musik und Gesang die Edelsten, die Göttlichsten“. So scheint es nicht weiter verwunderlich, dass gerade die menschliche Stimme einen wesentlichen Anteil daran hat, Stimmungen, Regungen bzw. Entspannung beim Gegenüber aus zu lösen. Weniger in der allgemeinen Kommunikation, da ist das gesprochene Wort mit gerade mal 7% eher untergewichtig, oder wie Lau Tse sagte, „schöne Worte sind nicht wahr, wahre Worte sind nicht schön. Die Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus“.

Viel wichtiger hingegen ist die Höhe der Hertz die eine Stimme mit definieren. Das Hertz (mit dem Einheitenzeichen Hz) ist die abgeleitete SI-Einheit für die Frequenz. Sie gibt die Anzahl sich wiederholender Vorgänge pro Sekunde in einem periodischen Signal an. Die Einheit wurde 1930 nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz benannt. Die Beeinflussung von Stimme auf Stimmung und Entspannung unterliegt mindestens drei wichtigen Kriterien. Erstens, wie erwähnt, die Anzahl der Hertz, bzw. die Frequenz der Stimme, das beeinflusst den gesamten Körper des Zuhörenden gleich in mehrfacher Hinsicht, sie/er geht damit in Resonanz. Zweitens, die Kompetenz einer ausgebildeten Stimme ist gleichgesetzt mit einer „ehrlichen, einer wahrhaften Stimme“. Das tiefe Stimmen für den Zuhörenden kompetent, souverän und verlässlich klingen ist nicht neu, das weiß und nutzt man bereits seit den Anfängen des Sprecherberufes. Laut Studien hat das gerade Heute mehr Gültigkeit denn je. Männer sprechen durchschnittlich mit einer mittleren Stimmfrequenz von 120, Frauen mit 220 Hertz. Doch bei Moderatorinnen und Politikerinnen beobachten wir, dass sie um gut 20 Hertz tiefer sprechen als der Durchschnitt. Und das ist weder ein Zufall, noch ein Einzelphänomen. Das ist erlernbar und kalkuliert, ähnlich dem Einsatz von ausschließlich männlichen Nachrichtensprechern in Funk und Fernsehen über Jahrzehnte.

Dazu kurz aus der Historie zur Synchronsprecherausbildung, die ich vier Jahre an der Deutschen Pop in Wien, zusammen mit Christian Rainer leiten durfte.

Während des zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit hat sich bei den Frauenstimmtechnisch Verwunderliches getan. Während die Männer im Krieg, bzw. in Gefangenschaft waren, und die Frauen buchstäblich ihren Mann stehen mussten, und die Familie, den Hof, die Fabriken alleine führen durften, nahmen die Hertz der weiblichen Stimmen deutlich ab, und die Frauen haben ob der neuen Situation angefangen automatisch tiefer zu sprechen, und in
weiterer Folge auch tiefere Stimmen ausgebildet. Das hat sich nach 1945 schlagartig verändert. Die Frauen, die oft jahrelang völlig auf sich selbst gestellt waren, durften das Ruder wieder abgeben, an völlig kriegstraumatisierte Heimkehrer, die ganz oft die Gewalt ins eigene Haus getragen haben. Die Folge, das Stimmbild der Frau hat sich um viele Hertz erhöht, sie hatte sich wieder in einer zurückstehenden, untergeordneten Rolle einzufinden, und war
gezwungen mit erhöhter Stimme zu sprechen um zu gefallen, oder wieder als hilfsbedürftig zu gelten, treu der gesellschaftlichen Norm.

Ein trauriges, aber sehr spannendes Beispiel.

Drittens, der Inhalt des Gesprochenen. Der verliert in manchen Fällen zwar an Gewichtung, dann etwa, wenn die Stimme sehr markant ist und der Zuhörende abdriftet. Ihr kennt sicher den Ausspruch, „selbst wenn er mir das Telefonbuch vorliest, egal, Hauptsache er hört nicht auf zu reden“. Das hat dann wieder mit „Erstens“ mit der Anzahl der Hertz zu tun. Aber generell macht es einen wesentlichen Unterschied ob ich einen Text von einer ausgebildeten
Stimme vorgetragen bekomme oder nicht. Denn im besten Falle hat die Sprecherin, der Sprecher verstanden, dass Sprechen kein bloßes Luft durch Stimmlitzen pressen ist, oder die Aneinanderreihung verschiedener Worte, unterstützt mit der entsprechenden Atmung.

Sprechen ist eine Ganzkörperarbeit, und zwar mit all unseren erfassbaren Körpern, unterstützt von Empathie, durch emotionale Vielfalt, Phantasie und Einfühlungsvermögen Dazu möchte ich kurz den Kern der Aussage näher beleuchten. Aus der Therapie und Körperarbeit wissen wir schon lange um die Verbindung zwischen Emotionen und eines dazu gehörigen Atemmusters, und die Verbindung zwischen Emotionen und den dazu gehörenden
Körperregionen. Nehmen wir als Beispiel das zwar destruktive aber sehr starke Gefühl der Wut. Diese spüre ich anfangs im Magen, denn der Wut geht ja vermeintlich ein Problem, eine Aktion voraus. Wir sagen, „mir liegt was im Magen“. In der nächsten Phase wechselt die gesteigerte Wut in den Bauch, das Atemmuster wird noch schneller, aber verspannend, hastig und noch oberflächlicher, wir atmen in den Bauch. Dann sagt man auch,“ich hab so eine Wut im Bauch“. In diesem Moment ist alles unter Anspannung, am stärksten betroffen die Region um den Verdauungstrakt. Wenn ich also beim Sprechen die jeweilige Emotion hör und spürbar machen will, bin ich unweigerlich im betreffenden Atemmuster und der betreffenden Körperspannung. Das lässt sich trainieren, bzw. muss man nur sich selbst und Andere genau beobachten. Wenn im Synchron eine Situation vorherrscht, wo in kürzester Zeit sich unterschiedlichste emotionale Zustände ereignen, sich z.Bsp. Trauer, Wut, mit Versöhnung, Zuneigung usw. abwechseln, nennt man das im Fachgagon, „Spannungswechsel“. Es wird trainiert um blitzschnell zu erkennen wie viele Spannungswechsel sind in meinem Text, oder dem nächsten Take. Alle guten und großen Sprechenden wurden unter diesen Kriterien aus gebildet. Deshalb, Sprechen ist eine Ganzkörperarbeit.

Nur so bin ich im Stande einen Text zum Leben zu erwecken, oder ihn am Leben zu erhalten, all das einfließen zu lassen was der Verfasser transportieren wollte. Das ist in der Entspannung genau so relevant wie in einer Dokumentation, der Werbung oder dem Synchron. Sprechen als Solches, ist ein sich Einlassen mit allen Sinnen, mit allem was lebt und existiert. Dazu muss ich aber wissen, Wer bin ich denn wirklich? Wer bin ich, wenn ich all die angelebten, antrainierten, übernommenen und gesellschaftlichen Konstrukte ablege?

Reden tun wir alle, sprechen nur die Wenigsten. Ein Satz meiner Sprech- und Sprachtrainerin. Denn als Sprecher vermittle ich im Optimalfall eine Haltung, die man auch hört. Nicht umsonst sagen wir, „das wir zu unserem Wort stehen“.

Nichts ist voneinander getrennt. Wir Synchronsprecher haben einen markanten Satz, den ich meinen Studierenden in Gold gerahmt überreicht habe. „Der Kopf ist ein Lügner, die Stimme ein Verräter“ Zugegeben, das ist ein Insider, soll aber heißen im Kopf agiert der Verstand, aufgeteilt in einen Arbeitsverstand, der die ganze Routine Arbeit verrichtet, und dem Egoverstand, das ist der Ort wo die Einflüsterer herkommen. Die dich tadeln, bzw. dich oder andere verurteilen, oder dich über alle Maßen loben und dir ein gutes und sicheres Gefühl geben, dich einlullen, dir ein, „du bist eh der Beste“ oder Ähnliches servieren. Das sind aber alles nur gut gelernte Programme, Verhaltensmuster und Glaubensgrundsätze, ungefragt übernommen, die sich wie von selbst abspulen und sich wiederholen, meist vom Halter des Egos unreflektiert und unbemerkt. Deshalb sagen wir, „der Kopf ist ein Lügner“, man könnte auch sagen ein Vorgaukler. Dazu brauche ich nur die alten Programme zu löschen, bzw. Glaubensgrundsätze zu streichen, und sie durch neue zu ersetzen. Mooji Baba sagt, „bevor ihr bei mir eintretet, lasst eure Schuhe und euer Ego draußen“

Dazu ein Beispiel aus der Synchronarbeit. Die einfachste Art zu lernen ist die Nachahmung. Klingt simple, ist es aber nicht, denn dazu brauche ich eine gut vernetzte linke und rechte Gehirnhälfte. Also den Ratio mit der Kreativität zu verknüpfen, neue Synapsen bilden. Das erklärt den Autodidakten. Sprecher die dieses Talent besitzen oder fördern, sind wahnsinnig schnell in der Umsetzung verschiedener Dialekte, bzw. Trickstimmen. Weil sie unter anderem erkennen, das jede Sprache, jeder Dialekt einer gewissen Rhythmik unterliegen, kann ich diese imitieren, die Abstände richtig platzieren, den Beat treffen, dann bin ich in wenigen Stunden sattelfest in jeder neuen Dialektik oder kann die Sprache imitieren. Nada Brahma, die Welt ist Klang. Und Rhythmus.

Milica hatte diese Begabung, sie hat sich nur selbst einen gravierenden Stolperstein programmiert. Sie kam aus dem ehemaligen Jugoslawien, und hat sich ständig deutsch synchronisierte Filme angesehen um die deutsche Sprache akzentfrei zu erlernen. Was in Wien eh schon schwer genug ist, ganz nebenbei. Sie hat also einzelne Passagen immer wieder abgespielt und sie wiederholt. Das ging soweit, dass ich bei unserer ersten Begegnung, ihrer Vorstellung in der Synchronklasse, gefragt habe, von wo aus Deutschland sie komme, denn man konnte es nicht festmachen, so akzentfrei war Sie, und das passiert mir echt selten. Das hat sich aber schnell geändert als sie vor dem Mikro stand und synchronisieren sollte. Man hörte plötzlich einen Akzent, und es klang gebrochen deutsch. Meine Vermutung, wir verarschen Heute den Dozenten. Die Erklärung kam aber wie aus der Pistole geschossen. Milica antwortetet auf meine Frage, „Was ist der Unterschied wenn du mit mir sprichst, und wenn du ins Mikro sprichst? Antwort: Immer wenn ich vor dem Mikro stehe, habe ich die Angst zu versagen“

Der Sager ist an sich schon destruktiv genug, zementiert sie ihn noch für alle zukünftigen Einsätze vor dem Mikrofon, durch das Immer. Nicht wirklich die beste Idee wenn ich auf de Weg bin Synchronsprecherin zu werden. Sie durfte in der Sekunde diesen Glaubensgrundsatz löschen, den es gab keinen Grund ihn überhaupt zu verwenden. Daraufhin stand sie für fünf Minuten still, hielt die Augen geschlossen, und hat dreimal den Satz, „ich kann vor dem Mikro jede Rolle einnehmen die ich will“ gedacht, um den frei gewordenen Platz aus zu füllen. Es war damit ein für allemal erledigt, zugegeben sie ist ein Talent, denn normalerweise dauert es ein wenig bis die Übung greift, aber ich habe sie nie mehr mit Akzent gehört, im Gegenteil, sie wurde immer breiter in ihrem Repertoire.

Wie hinderlich solche Glaubensgrundsätze noch sein können zeigt folgende kleine Anekdote.

In meinem Bekanntenkreis befindet sich eine renommierte Simultanübersetzerin und Dolmetscherin. Im Übrigen der verantwortungsvollste und anstrengendste Bereich des beruflichen Sprechens. Sie übersetzt simultan englisch und französisch bei allen wichtigen Konferenzen in den Uno City. Folglich hat sie diese beiden Sprachen studiert, und dennoch behauptet sie von sich, sie wäre schlecht in der englischen Aussprache. Warum?, weil eine Volksschullehrerin aus der Steiermark ihr mit acht Jahren den Satz, „ob du englisch sprichst, oder ein Hund bellt ist völlig Wurscht, es klingt Beides gleich.“ an den Kopf geworfen hat. Dieser einmalig vernommene Satz beeinträchtigt diese intelligente und großartige Frau bis Heute. Und ja, ganz oft reicht ein kleines, vom Verursacher nicht einmal wahrgenommenes
Ereignis aus, um Menschen in ihrer Entfaltung zu behindern. Zumindest dann, wenn wir es mit uns herum tragen.

Der Kopf ist eben ganz manchmal ein Lügner.

Die Stimme ein Verräter. Wenn du dich mit einer gut ausgebildeten Sprecherin, einem gut ausgebildeten Sprecher unterhältst, dann gibt es im Normalfall nichts was man vor so einer Person verbergen könnte. Geschweige dass man es schafft sie/ihn anzulügen. Gut es gibt Ausnahmen, das sind dann aber notorische, pathologische Lügner, und somit Profis. Warum das so ist? Das macht zum einen die oben angesprochene Arbeit an sich Selbst aus, das Kennenlernen aller möglichen Emotionen, und den Erhalt der daraus resultierenden Empathie. Und zum anderen lernt der Sprechende hin zu hören. Denn wir liefern vieles mit wenn wir sprechen, und dabei geht es nicht um optische Merkmale, die gibt es natürlich auch, aber bleiben wir bei der Stimme. Wir liefern zum Beispiel das gesamte emotionale Spektrum mit, machen es hörbar, und im Groben alle relevanten charakterlichen Züge und Eigenschaften. Selbst wenn sich der Betreffende verstellt, bleiben all diese Merkmale erhalten und nicht nur für geschulte Ohren hörbar. Wenn z.Bsp Jemand sehr laut und sprachlich energisch auftritt, ein lautes Organ hat, Alle „überstimmt“ und den Raum sofort nach eintreten für sich einnimmt, dann hat der Betreffende auch diese polternden Charakterzüge und ein sehr bestimmendes Naturell.

Um hinhören und einordnen zu können, gibt es eine gute Übung aus dem Synchron. Der angehende Sprecher bekommt ein zu synchronisierendes Filmfragment, das sogenannte Take. Darin enthalten sind unterschiedliche Textlängen oder Passagen und andere akustische Elemente. Die Übung besteht darin, die Dialoge sich lediglich an zu hören, und nicht optisch wahr zu nehmen. Dazu verwendet man im Idealfall einen eher unbekannten Film, und am besten unzusammenhängende Schnitzel, um weder Handlung noch charakterliche Eigenschaften der Protagonisten zu verraten. Anschließend wird der Take synchronisiert, und eine Expertise über den Charakter und die emotionale Verfassung der Person erstellt. Es ist erstaunlich wie hoch jedes mal der Prozentsatz der Übereinstimmungen war, und wie hoch die von den Studierenden völlig richtig erfassten und eingeschätzten Details der Rolle waren.

Genauso verhält es sich mit dem Subtext, eigentlich gibt es den gar nicht, und dennoch stellt er eine weitere Ebene unter, bzw. hinter dem tatsächlich Gesagten dar. Je nach Kultur und Gesellschaftsmodell variiert der Subtext sehr stark. Der Volksmund nennt das Phänomen „zwischen den Zeilen lesen“ Apropos Phänomen, wir kennen Subtext nur in den westlichen, den sogenannten zivilisierten Kulturkreisen, keine indigene Sprache, noch irgend eine Sprache der Naturvölker kennt eine versteckte Ebene unter der Sprache, das brauche ich nur dannwenn ich die ganze Wahrheit nicht direkt beim Namen nennen will, durchs Hintertürchen eintreten will.

Hört also das nächste mal aufmerksam zu wenn ihr ein Gespräch führt, oder ihr euch ein Hörbuch gönnt, denn man kann am Tempo, der Lautstärke, der Intensität, wie viele Pausen das Gegenüber bzw. der Sprecher macht, alles raus hören.

Was könnt ihr mit der eigenen Stimme tun um zu entspannen? Außer zu singen?

Ihr könnt mit einer kleinen aber sehr starken Silbe die ihr zum Erklingen bringt, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – nämlich Entspannung und Atmung. Om (auch Aum; Sanskrit: ॐ [oːm]) ist eine Silbe, die bei Hindus und Buddhisten als heilig gilt. Der Laut ist eng verbunden mit dem durchdringenden tiefen Klang des shankha Schneckenhorns .Der Klang steht für den transzendenten Urklang,aus dessen Vibrationen nach hinduistischem Verständnis das gesamte Universum entstand. Es bezeichnet die höchste Gottvorstellung, das formlose Brahman, die unpersönliche Weltseele. Diese umfasst das Reich der sichtbaren Erscheinungen und das Reich des Transzendenten.

Diesen Teil der Entspannung könnt ihr mit eurer Stimme selbst anregen, in dem ihr das öfter anstimmt und den Laut haltet bis der Atem endet. Entweder vor der Meditation, vor dem Yoga oder ganz einfach mehrfach das Mantra laut aufsagen. Da trainiert ihr gleichzeitig eure Atmung, und das ist sehr wichtig, und führt euch noch tiefer in die Entspannung. Denn mittlerweile hat die Wissenschaft betätigt was Yogis zu allen Zeiten gesagt haben, nämlich das
wenn wir durch Übung es schaffen, statt den normalen 15 mal atmen in einer Minute, auf 12 mal, und in weiterer Folge auf 9 mal reduzieren, wir uns immer in einer Art entspannten Zustand befinden, und, wir verlängern eindeutig unser Leben um etliche Jahre, denn die Atmung wirkt sich auf die Organe und den gesamten Organismus aus.

Die Übung ist ganz einfach, ihr atmet sieben Sekunden lang ein, dann haltet ihr den Atem für sieben Sekunden an, dann sieben Sekunden ausatmen. Und das wiederholen, für den Anfang reichen 10-15 min am Tag. Beides geht perfekt während man auf einer lounge8 Entspannungsliege entspannt.

Und damit schießt sich der Kreis, denn wenn meine Emotionen die Atmung beeinflussen, dann wirkt meine Atmung ebenso auf meine Emotionen ein. Bleibt entspannt, seit liebevoll mit Euch und mit Allen, sprecht aus dem Herzen, oder wie die Lakota Indianer sagen, „Bevor du sprichst, lass die Worte durch drei Schranken passieren, Ist es wahr? Ist es notwendig, ist es respektvoll? „
Nada Brahma, die Welt ist Klang. Alles Liebe. Namaste. Joe Baumgartner

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